Wissenswert: Wie funktioniert ein Fernglas für Kinder?

Wissenswert: Wie funktioniert ein Fernglas für Kinder?

Ein Fernglas oder Kinderfernglas ist ein Gerät zum genaueren Betrachten weit entfernter Gegenstände. Aufgrund seiner geringen Größe kannst du es bequem in der Hand tragen und bist so bei Spaziergängen und Wanderungen bestens ausgerüstet. Ein Fernglas ermöglicht dir aufgrund seiner Bauweise, die Dinge in der Entfernung mit beiden Augen zu sehen. In diesem Beitrag erklären wir dir, wie ein Fernglas wie das Monte Stivo Junior Fernglas für Kinder funktioniert.

Aus welchen Bestandteilen setzt sich ein Fernglas zusammen?

Abbildung eines Fernglas

Ein Fernglas besteht aus verschiedenen Bauteilen. Die wichtigsten sind:
das Okular, durch das du am einen Ende hindurch schaust
das Objektiv auf der gegenüber liegenden Seite
das System aus Prismen im Inneren des Geräts


Wenn wir diese Bestandteile in einem Fernglas genauer betrachten, können wir das Rätsel der Weitsicht lösen.

Was passiert beim Betrachten eines Gegenstands?

Wenn du durch das Fernglas beispielsweise einen Vogel betrachtest, sendet dieser wie jeder Körper Lichtstrahlen auf das Fernglas zurück. Sie treffen zuerst auf das Objektiv, fallen dann durch die Prismen im Inneren und gelangen schließlich in dein Auge. Nachdem die Lichtstrahlen diesen Weg durch das Fernglas zurückgelegt haben, erhältst du ein vergrößertes Bild des Vogels. Sehen wir uns nun an, was an den einzelnen Stationen im Fernglas genau passiert.

Fernglas mit Dachkanten-Prismen

Station: Objektiv
Das Objektiv beim Fernglas ist zum Gegenstand hin gewendet. Das Licht fällt durch es herein. Das Objektiv ist außerdem eine Linse. Linsen sind durchsichtig und bestehen aus zwei Scheiben. Zumindest eine der beiden Scheiben ist gekrümmt, also kugelig. Wenn das Licht durch das Objektiv herein fällt, entsteht ein spiegelverkehrtes und umgedrehtes Bild. Das muss natürlich für den Betrachter berichtigt werden. Dazu geht es zur nächsten Station.

Station: Prismen
Das System aus Prismen in einem Fernglas sorgt dafür, dass das auf dem Kopf stehende und spiegelverkehrte Bild umgedreht wird. Ein Prisma ist ein Körper aus Glas. Dieser lenkt das Licht durch seine verschiedenen Flächen um. In einem Fernglas befinden sich meist mehrere Prismen. Sie sind so angeordnet, dass das Bild gespiegelt und aufgerichtet wird. Es gibt Dachkantenprismen und Porroprismen. Ein Dachkantenprisma besitzt, wie sein Name schon sagt, die Form eines Dachs. Porroprismen befinden sich meist in einem kurzen und breiten Fernglas. Nach dem Durchtritt des Lichts durch das Prismensystem muss das Bild jetzt noch vergrößert werden. Das geschieht hier:

Station: Okular
Ein Okular in einem Fernglas ist so etwas wie eine Lupe. Es kann aus höchstens sechs Linsen bestehen. Wenn du durch dein Kinderfernglas schaust, blickst du durch das Okular. Es liegt an dem Ende, das dir zugewandt ist. Durch das Okular siehst du jetzt den fernen Gegenstand, der von den Prismen aufgerichtet und gespiegelt wurde. Durch die Lupenwirkung wird er vergrößert. Damit du scharf durch das Okular sehen kannst, sollten die Lichtstrahlen genau parallel hindurch fallen. Du kannst die Einstellungen an deinem Fernglas dafür durch ein einfaches Drehen anpassen. Mit ein bisschen Geduld, erkennst du nun alles ganz genau.

Was passiert, wenn du das Fernglas umdrehst?

Wenn du das Fernglas verkehrt herum hältst und statt durch das Okular durch das Objektiv schaust, nimmt das Licht den umgekehrten Weg. Du erhältst daher ein verkleinertes Bild. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache. Schließlich möchtest du mit deinem Fernglas ja weit entfernte Gegenstände "heranholen", um diese genauer betrachten zu können.

Wichtige Zahlen bei einem Fernglas

Wenn du ein Fernglas kaufst, findest du in der Beschreibung die Angabe "Zahl x Zahl". Bei der ersten Zahl handelt es sich um die sogenannte Vergrößerungszahl. Die Zahl 8 - wie beim Monte Stivo Junior, unserem Fernglas für Kinder - bedeutet, dass das Fernglas auf das 8fache vergrößert. Die zweite Zahl gibt an, welche Länge der Durchmesser des Objektivs hat. Dabei handelt es sich immer um eine Angabe in Millimetern. Wenn die zweite Zahl groß ist, kann das Fernglas viel Licht aufnehmen und dir auch in der Dämmerung oder bei trübem Wetter gute Bilder liefern.

Johannes

Wer hat das Fernglas eigentlich erfunden?

Der in Deutschland geborene und nach Holland ausgewanderte Hans Lipperhey erfand 1608 eine dem Fernglas ähnliche Konstruktion. Mit der Hilfe von mehreren Linsen konnte dieser Apparat entfernte Gegenstände für den Betrachter vergrößern. Im Jahr 1611 arbeitete der berühmte Forscher Johannes Kepler bereits mit Objektiv und Okular. Das machte eine noch weitere Sicht möglich. Dafür sah man durch Keplers Fernrohre aber das, dir schon bekannte, spiegelverkehrte und auf dem Kopf stehende Bild. Das Fernglas wurde im Laufe der Geschichte noch viele Male und von verschiedenen Leuten weiterentwickelt bis es so aussah, wie du es heute kennst.


Jetzt weißt du also, wie ein Fernglas für Kinder wie das Monte Stivo Junior funktioniert. Mit diesem Wissen macht es dir hoffentlich noch mehr Spaß, Wildtiere, Vögel oder ferne Berggipfel zu beobachten. Wichtig für ein erfolgreiches Betrachten der Umgebung sind jedenfalls ein bisschen Geduld und Ruhe. Und vielleicht kannst du deine neuen Erkenntnisse über das Sehen durch ein Fernglas ja sogar mit deinen Freunden teilen.